Blutzuckerwerte – Alles im Normbereich?
Ein erhöhter Blutzuckerspiegel deutet auf eine Diabetes-Erkrankung hin

Der Blutzuckerspiegel ist abhängig von Tageszeit, Nahrungsaufnahme und Bewegung, permanenten Schwankungen unterworfen. Jede Blutzuckermessung ist stets nur einen Momentaufnahme. Bei gesunden Menschen ist ein Nüchternblutzuckerwert (gemessen vor dem Frühstück) zwischen 70 und 105 mg/dl die Norm. Vor dem Mittagessen gelten 70 bis 110 mg/dl als unauffällig.
Nach den Mahlzeiten steigt auch bei gesunden Menschen der Blutzuckerspiegel an. 1 Stunde bzw. 2 Stunden nach dem Essen, sollten die Werte 160 bzw. 120 mg/dl nicht übersteigen. Während dem Schlafen, zwischen 2 und 4 Uhr nachts, kann der Blutzuckerspiegel bei gesunden Menschen bis auf 70 mg/dl absinken.
Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht und steigt insbesondere nach den Mahlzeiten aufgrund des Insulinmangels sprunghaft an. Während erhöhte Blutzuckerwerte in erster Linie langfristig den Körper schädigen können, stellt die Unterzuckerung (Hypoglykämie) eine akute Gefahr dar.
Ursachen und Symptome der Unterzuckerung
Mangelnde Nahrungsaufnahme, sportliche Aktivitäten, Medikamenteneinnahme und die Injektion einer zu hohen Dosis von Insulin, gehören zu den Hauptursachen für eine Unterzuckerung bei Diabetikern. Die Hypoglykämie macht sich unter anderem durch Nervosität, Heißhunger, Übelkeit, Blässe, kalter Schweiß, Muskelzittern und ein ausgeprägtes Schwächegefühl bemerkbar.
Die Unterzuckerung setzt rasch ein und kann unbehandelt zur Bewusstlosigkeit und gar bis zum Tode des Betroffenen finden.
Was tun bei Unterzuckerung?
Die Unterzuckerung kann durch die sofortige Aufnahme von einigen Plättchen Traubenzucker beseitigt werden. Falls der Betroffene bereits bewusstlos ist, sollte man als erste Hilfsmaßnahme etwas Traubenzucker in der Wangentasche platzieren, einmassieren und den Notarzt rufen. Falls verfügbar, ist dass Spritzen von Glucagon ins Fettgewebe ein optimale Sofortmaßnahme.
